Magazin-Beitrag

Nur meine Meinung zählt 

Nur meine Meinung zählt 

Nur meine Meinung zählt 

Social media ist eine kommunikative Einbahnstrasse für mich geworden. Wieso? Das erfährst du jetzt:  

Ich habe letztens ein Reel zu unserem ersten Drehtag von einem großen Fernsehsender gemacht. Es haben sich viele Follower mitgefreut und eine Person meinte dann: Wieso freut man sich auf Fernsehen? Das ist doch sowieso doof.  
Und ja, diese Meinung kann ich auch teilen und wenn ich damit 2 oder 3 Mio Zuschauer erreichen kann, dann nutze ich diese Möglichkeit. Und freue mich, wenn sich jemand aus dem Dreh was rausnimmt.  

Das habe ich so geantwortet und dann kam sofort die Rückmeldung: Ja, das hast du falsch verstanden und ich dachte, bei dir könnte man auch mal Kritik äußern.  

NEIN. Überall gibt es Kritik und Beschwerden. Das will ich nicht, dass jetzt auf meinem Kanal auch noch rumkritisiert wird. Ne, will ich nicht.  

Auch wenn es dann so rüber kommt, wie: 

Ich kann jetzt nicht so tun, dass es nur positive Dinge gibt und das andere negieren. Glaube mir, das ist ja bei mir massiv in meinem Kopf: Dass man das nicht darf.  

Und wieso ist dieses MAN viel wichtiger als ich?  
Ich glaube, ich könnte mit Kritik noch gut umgehen, auch wenn es mich triggert da ich das „Ich will gefallen-Muster“ habe.  

Ich habe zwar gelernt, dass jeder aus seiner besten Option agiert und wenn es triggert, gibt es ein großes Potenzial für Wachstum.  

Und ganz ehrlich. Es geht es doch darum, dass es auf deinem Kanal so ist, dass du dich gut fühlst. Und denen das nicht gefällt, die dürfen gerne wo anders hin. Es gibt ja noch genügend andere. Oder nicht?  

Und dass sollte das Learning sein, dich zu fragen: Und wie ist es für mich?  
Daher habe ich meine Kanäle zu einer Meinungseinbahnstrasse gemacht. Für die, die es passt, ist es gut und für die, die sich getriggert fühlen und es anschauen wollen, passt es auch.  

Und alle anderen sind auch völlig ok und dürfen anderen folgen bzw. mir entfolgen.  

Aber Stephanie, du hast doch auch nicht die Weisheit mit Löffeln gegessen? DU kannst doch auch noch dazu lernen.  

 
Ja, stimmt und ich weiß nicht, ob das so der richtige Kanal ist. Denn selten entsteht hier ein konstruktiver Dialog. Das hat weniger mit kritikfähig zu tun als von wem möchte ich Kritik annehmen. Grundsätzlich sollte man ja nur die Kritik annehmen von jemanden, der schon da ist, wo du hinwillst. Oder on jemandem, dessen Meinung einem sehr wichtig ist.  

Ich finde, wir sind so darauf konditioniert, Kritik annehmen zu müssen. Und ich finde, wir dürfen viel mehr Lob annehmen lernen und sich mit denen umgeben, die es genau so cool finden wie du selbst.  

Um einen Raum zu schaffen, wo man unter Gleichgesinnten ist, Menschen mit der gleichen Einstellung, die das gleiche anstreben und es muss nicht immer überall der Ort sein, dass jeder seien Meinung äußert.  

Kommt das richtig rüber?  

Ich merke, dass das ein ganzes Fass aufmacht.  

Kurz, es fühlt sich für mich nicht richtig an, wenn jemand mir ungefragt seine Meinung aufdrücken will. Das ist so, wie wenn du auf ein Konzert gehst und dann sagst, das gefällt dir nicht. Wieso willst du es dann den anderen miesmachen, denen es gefällt? Dann gehe doch lieber zu einem anderen Musiker, der dir gefällt.  

Jetzt kommt meine Frage an dich: 

Wie sehr getraust du dir eine meinungsmäßige Einbahnstraße zu nehmen und deine Meinung gleich wertzuschätzen wie die Meinung anderer? Und dich traust zu sagen: Ich bin ok und du bist ok und wenn du anderer Meinung bist, dann folge doch gerne jemand anderem.  

Bin mal gespannt, was da noch alles an Reibung hochkommt. Und das ist ja auch völlig ok.  

Auf dass du die nächste Millionärin von nebenan wirst.  

Deine Stephanie  

Dein täglicher Begleiter

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