Magazin-Beitrag

Gender Pay Gap

Gender Pay Gap

Gender Pay Gap

Frauen verdienen durchschnittlich 18% weniger verdienen als Männer.
Warum im Gottes Namen ist das so?
Ich hab eine „provokante“ Meinung dazu. Denn, wenn ich mir so meine früheren Gehaltsverhandlungen anschaue, dann weiß ich auch genau wie dieses „Gap“ zustande kommt…Ich WOLLTE zwar schon immer „mehr Geld“, aber bekommen habe ich es trotzdem nicht. Und Tatsache ist ja: Wenn ich nach 18% fragen würde, wäre ich gerade mal gleichauf wie Männer in meiner Funktion. Stell Dir das doch bitte einmal vor: Nehmen wir an du verdienst 2.000 EUR Nettogehalt im Monat. Ein männlicher Kollege in deiner Funktion wäre 2.360 EUR Nettogehalt im Monat. Wärst du bereit nach mehr zu fragen?

„Ach dieses Gerede um Geld… das ist mir so unangenehm!“ denkst du jetzt? Das war es für mich auch! Ich habe Stressflecken am Hals bekommen, war innerlich auch sauer… aber was sollte ich machen?! Ich wollte und brauchte den Job bzw. das Geld. Und, weil der Job mir so wichtig war und aus Unwissenheit und Angst arbeitete ich – im Zweifel auch für weniger Geld.

Was ist damals schiefgelaufen? Eine ganze Menge:

  1. Ich wusste zwar, dass ich mehr wert bin, aber ich konnte meinen Wert offensichtlich nicht so vermitteln, dass mein Chef bereit war, MIR mehr Geld zu geben im Vergleich zu jemand anderem…
  2. Vielleicht war nicht mehr Gehalt drin, aber andere Optionen: Arbeitszeitreduktion bei gleichem Geld, Essensgutscheine, Kita-Zuschuss, Mehr Urlaub, Mehr Home-Office oder ein Boni, Weihnachtsgeld, o.ä.
    Ich war zu fixiert auf einen neuen Weg statt auf verschiedenen Wegen „mehr“ zu verhandeln…
  3. Ich habe keine Fragen gestellt – oder nicht die Richtigen. Oft wollen Menschen dasselbe wie man selbst… sie haben nur eine andere Perspektive darauf, eine andere Herangehensweise. Ich muss also nur die richtigen Fragen stellen, um das herauszufinden und am Ende bekommen wir beide, was wir wollen.
  4. Ich HASSTE es, zu verhandeln. Das ist unter meiner Würde. Ich will nicht „betteln“, ich will mich nicht „verkaufen“…
    Naja… damit hat mein Gegenüber (solange die Person auch nur einen Funken mehr Spaß oder Ahnung daran hat) leichtes Spiel. Die richtigen Fragen, ein bisschen schlechtes Gewissen, sie selbst würde ja gerne, aber die Entscheider darüber sagen XY,… und zack… schon bin ich eingeknickt
    (Für alle Selbstständigen: Das ist dann der Moment, wo es heißt, dass man selbst ja will, aber der Partner leider nicht.
  5. Und noch jeeeede Menge mehr Faktoren…

Wie kann es sein, dass dieses Gender Pay Gap jedem HR-Consultant und Vertriebler bewusst ist und trotzdem noch existiert? Ist das alles Ausbeute und Ausnutzung? Aus meiner Sicht: klares NEIN! Es ist MEINE/ DEINE Schuld!

Das mag jetzt unangenehm und provokant klingen: Du trägst die Verantwortung für deine Handlungen. Ergo, wenn du nicht sicher verhandelst, bekommst du sicher weniger Geld! Wir können unseren männlichen Kollegen hier nicht die Schuld in die Schuhe schieben. Und auch nicht unseren Chefs, die nur versuchen ihr Budget einzuhalten oder andere wirtschaftliche Gründe haben, warum sie dir nicht Und „freiwillig“ mehr geben. Es liegt in deiner Hand. Du musst vertreten, dass du mehr Geld wert bist!

Hätte ich damals schon mal irgendwas von Verkaufspsychologie gewusst…

Hätte ich sie auch nicht eingesetzt, weil ich will niemand manipulieren!

Ach herrje… ich war früher schon echt ein harter Brocken hinsichtlich „Ja, aber…“ und „ich hab aber Recht“…

Heute weiß ich – seine Meinung vertreten, Kooperationen zu schaffen, andere für sich gewinnen, seine Preise und Gehälter durchzusetzen, etc. geht definitiv – und zwar auf sympathische Art und Weise, vereinbar mit meinen Werten.

Wenn in Zukunft eine Verhandlung über Geld auf Dich zukommt, stell dich vor den Badezimmer Spiegel und sag dir doch bitte Folgendes: „ICH übernehme die Verantwortung, weil ich es WERT bin!

Auf das du es zukünftig besser machen wirst!

Ich freu mich auf dich und deine neuen Kompetenzen!
Stephanie & das #teamorange

Dein täglicher Begleiter

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