Magazin-Beitrag

Ich „muss“ mal

Ich „muss“ mal

Ich „muss“ mal

Hast du gewusst, dass „ich muss mal“ relativ viel damit zu tun hat, wie gerne du zur Arbeit gehst, wie du durch dein Alltag gehst und auch ob du dich traust zu investieren oder nicht?

Wenn nein, dann höre dir jetzt unbedingt diese Podcastfolge an! 

Ich wünsche dir superviel Spaß damit. Bis gleich! 

Hallo und herzlich willkommen beim Podcast von „Millionärin von nebenan“, ich bin Stephanie 

Raiser und hier gibt‘s Geld auf die Ohren. Denn dein finanziell selbstbestimmtes Leben beginnt in deinem Kopf und zeigt sich dann auf deinem Konto. Hier bekommst du alles, was du dafür brauchst, dass du die nächste Millionärin von nebenan wirst. 

Hallöchen und herzlich willkommen zu dieser Folge, die heißt „Ich muss mal“. 

Wenn ich mich mit Menschen unterhalte, auch im Coaching, die mir dann so ihre Themen erzählen, dann höre ich echt super oft die Worte: „Ich muss das und das machen“, „Ich kann das und das nicht machen“ und da ist auch eine totale Überzeugung drin. 

Ich hatte letztens erst ein Coaching, da hat mir jemand erzählt, „ich muss aber meine Eltern pflegen“. Sie erzählte, dass ihre Eltern schon sehr alt und jetzt nicht so wirklich positiv gestimmt sind. Sie wird von ihnen auch nicht in ihrer Arbeit unterstützt und sie ziehen sie eben dann dadurch auch immer wieder runter. Ich habe sie gefragt, warum sie denn dann noch hingeht.

„Ja muss ich, ich muss meine Eltern pflegen.“ 

Dann habe ich gefragt, warum sie das muss, wer das sagt? „Ja, das sage ich. Ich muss die pflegen. Ich muss mich ja auch noch jeden Tag in den Spiegel anschauen können.“ 

Wir haben das bei uns in der Familie eingeführt, nicht mehr das Wort „müssen“ zu verwenden. Also mein Mann, meine Kinder und ich, wir verwenden nicht mehr das Wort „müssen“ sondern nur noch das Wort „wollen“. Gegebenenfalls manchmal noch das Wort „können“, aber da auch schon immer im Bewusstsein, dass es halt relativ ist. 

Ich gebe dir mal ein Beispiel: 

Wenn du irgendwas findest bei der Sache, von der du jetzt gerade sagst, dass du sie machen musst und wenn du dann irgendwas findest, was du noch weniger willst. Also du stellst dir so ein Barometer vor und auf irgendeiner Linie, auf irgendeiner Höhe schreibst du rein von wegen, „Ich muss mal aufs Klo.“ bei 36 auf einer Skala von 1 bis 100 und dann findest du aber noch irgendwas, was da drunter ist, was du weniger gerne machen willst. 

Nämlich, du willst nicht in die Hose machen. Du musst jetzt aufs Klo, aber wenn kein Klo da ist, dann müsstest du entweder halt in die Wildnis pinkeln oder in die Hose machen. Ich gehe jetzt davon aus, dass du diese beiden Sachen weniger willst und deswegen willst du auf die Toilette. 

Jetzt kannst du natürlich sagen 

„von was redet die und das ist ja wohl der totale Schwachsinn und davon soll ich jetzt Millionärin werden?“ 

Erstens, es ist deine Bewertung und zweitens, ich habe ein extra provokantes Beispiel genommen. Du kannst es auf alles andere übertragen.

Hör dir einfach mal einen Tag lang zu, wo du überall das Wort „muss“ verwendest. Als ich angefangen habe mit dieser Übung und das Lukas nicht gesagt hatte, redete er einfach fleißig vor sich hin und sagt immer wieder „ja, ich muss noch den anrufen“ und „nachher muss ich noch kurz zum Baumarkt und um 16 Uhr muss ich dann die Kinder holen.“ 

Und ich immer nur schön „du willst die Person nachher noch anrufen, du willst nachher noch zum Baumarkt, du willst nachher die Kinder abholen.“ 

Und er dann irgendwann: 

„Was machst du denn? Wieso korrigierst du mich die ganze Zeit?“ 

„Ich möchte dich nur darauf aufmerksam machen, wie oft du das Wort „müssen“ verwendest.“ Am Anfang war er mal kurz genervt und ich will auch gar nicht sagen, dass du das direkt mit deinem Partner machen sollst.

Lukas und ich, wir haben da schon einen recht offenes Verhältnis dazu und beschäftigen uns ja sehr viel mit Sprache, auch mit Persönlichkeitsentwicklung, also von daher darf ich das jetzt schon.

Wir haben uns so daran gewöhnt „müssen“ zu sagen

Um uns mal bewusst zu machen, wie oft wir „müssen“ sagen und das auch völlig gewohnt verwenden, wie „nachher muss ich noch die Kinder holen.“ Aber ich will ja die Kinder holen und natürlich macht es in dem Moment für dich bei dieser einen Sache keinen Unterschied in deinem Gefühl, ob du jetzt sagst, „ich muss auf die Toilette, ich muss die Kinder holen, ich muss noch kurz jemand anrufen.“ 

Und es geht darum, dir diese ganze Thematik bewusst zu machen. Nur du sagst wahrscheinlich auch, „ich muss aber was sparen und ich muss aufs Geld achten und ich muss zur Arbeit gehen.“ 

Oh, das finde ich immer super, wenn ich im Urlaub bin und dann ist es so der letzte, vorletzte Tag bei den Leuten und wenn man dann so zuhört, wie „am Montag muss ich wieder arbeiten.“ Und ich denke mir immer nur so „eigentlich willst du doch arbeiten gehen, weil du willst ja dein Gehalt haben und du willst deine Wohnung halten und essen kaufen und so einen Urlaub wie den hier.“ 

Also von daher geht es darum, sozusagen, immer auf das Wort „müssen“ zu achten um dann auch drauf zu kommen, bei den Sachen wie Arbeit, Geld, sparen, Ausgaben, investieren und so weiter um auch da drauf zu kommen,

Moment mal, ich will ja!

„Moment mal, ich will ja arbeiten gehen, denn dann kann ich sparen“ oder „ich will jetzt gerade nicht investieren, weil ich will die Sicherheit haben, dass das Geld noch auf meinem Konto ist“, oder, oder, oder,…. 

Aber wir fangen immer bei Bereichen an, sozusagen, wo nicht direkt der Autopilot oder irgendwelche, keine Ahnung, die Komfortzone Alarm schlägt, wenn wir jetzt sagen „nee, nee, nee, aber „ich muss arbeiten gehen“, dann würde ich jetzt wetten, dass dir ganz viele Sachen einfallen, wo du sagst „nein, aber das muss ich machen.“ 

Und ich gehe die Gegenwette ein, dass du irgendwas findest, was du noch weniger willst, wie auf der Straße leben oder dein Auto verkaufen müssen, oder, oder, oder…

Und deswegen willst du bestimmte Sachen machen. Und aus dieser „wollen“-Perspektive heraus, fühlen sich viele Sachen erst mal nicht mehr so schwer an. Also wir haben einfach evolutionsbedingt mit „müssen“ keine so gute Erfahrung gemacht, dass das jetzt einfach kein Wort ist, das uns supersympathisch ist. 

„Wollen“ ist ein positiv geprägtes Wort 

Im Vergleich zu „wollen“. Das ist ein positiv geprägtes Wort. Das ist das eine, also von der Sprachwahl gibt es uns schon mal ein anderes Gefühl und wenn du das eine Weile machst, dann kommt einfach mehr Leichtigkeit wieder da rein, dann ist nicht mehr so ein Zwang drin. 

Du kommst mehr in diesen Bereich von, dass es freiwillig ist und dass du daraus dir dann überlegen kannst „okay, also, ich muss nicht mehr zur Arbeit gehen, sondern ich will zur Arbeit gehen. Wenn ich nicht zur Arbeit gehen muss, sondern zur Arbeit gehen will, was ist denn dann z. B. noch möglich?

Was für eine andere Haltung kann ich einnehmen, dass ich jetzt z. B. nicht mehr immer so genervt von meinem Chef bin, nicht mehr so genervt von meinen Kollegen, nicht mehr so genervt vom Stau, vom Gehalt usw. 

Es gibt dir eine andere Ausgangsbasis vom Gefühl her und das ist für mich das Wichtigste, was ich dir jetzt an dieser Stelle weitergeben will, von der Übung her mit „ich muss mal“ bzw. 

„ich will mal.“ 

Ich bin supergespannt, ob du es machst. 

An welchen Stellen es dir jetzt auf einmal auffällt, dass du „muss“ sagst und was das ist, was du noch weniger willst. Was dann eigentlich, sozusagen, das „müssen“ darüber aufhebt und was sich dann so da draus bei dir verändert. 

Wir leben das auch unseren Kindern vor 

Die lernen es jetzt natürlich schon von uns, dass wir nicht mehr so oft „müssen“ sagen oder eben auch so oft, „das können wir nicht machen“. Und sie hören es ja trotzdem noch super oft in Schule und Kindergarten. Gleichzeitig merke ich schon, dass sie sich selbst dann schon manchmal anfangen zu korrigieren. Das wenn sie „müssen“ sagen und dann so „ach nein Mama, ich will das“ und das finde ich eben total schön, dass man da schon von klein auf, denen ein anderes Gefühl mitgeben kann, was jetzt eben freiwillig ist und was eigentlich nur etwas ist, weil es noch was anderes gibt, was wir noch weniger wollen und dann diese Sache dann eben gleich freiwillig machen. 

Genau, viel Spaß dabei.

Deine Stephanie

Dein täglicher Begleiter

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